Nachhaltige Unternehmen sind auch im Interesse der Investoren

„Der AK Unternehmensmonitor analysiert seit nunmehr vier Jahren die Bilanzen von insgesamt rund 1500 Kapitalgesellschaften. Das ist ein ungleich größeres Sample als die heute von Seiten der Industrie präsentierte Studie mit nur 50 Unternehmen “, sagt Heinz Leitsmüller, Leiter der AK Wien Abteilung für Betriebswirtschaft, und weist damit den Vorwurf, mit „holprigen Argumentationen und unvollständigen Zahlen“ zu arbeiten, entschieden zurück.

Nicht nachvollziehbar ist zudem das Argument der Industrie, dass niedrige Ergebnisausschüttungen die Investitionskraft von Unternehmen hemmen. Leitsmüller dazu: „Investoren sind vor allem auch daran interessiert, dass das Unternehmen, in das sie ihr Geld investieren, nachhaltig arbeitet und so die Ausschüttungen auf lange Zeit gewährleistet bleiben. Um nachhaltig und wettbewerbstauglich operieren zu können, muss aber investiert werden – in Sachanlagen, aber vor allem auch in die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und gerade in Zeiten, wo der Weg, sich Fremdkapital zu beschaffen, schwerer geworden ist, ist es wichtig, das Geld im Unternehmen zu halten und so fit für die Zukunft zu sein. Das ist im Interesse aller – auch im Interesse der Aktionäre“, schließt Leitsmüller.