AK Preismonitor: Wien ist teurer als Berlin

Lebensmittelpreise schlagen sich in Wien um 25 Prozent höher zu Buche als in Berlin. Das zeigt ein aktueller AK Preismonitor mit 40 preiswertesten Lebensmitteln bei acht Supermärkten und Diskontern in Wien und Berlin. „Unsere Vergleiche zeigen seit Jahren hohe Preisunterschiede“, sagt AK Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic.„Durch die verhängten Bußgelder des Kartellgerichts, etwa im Lebensmittelhandel und bei Molkereien sehen wir uns grundsätzlich in unserer Kritik bestätigt. Volle Aufklärung und weitere konsequente Prüfungen von Österreich-Aufschlägen sind angesagt.“

Hohe Preisunterschiede

Ein Einkaufskorb mit 40 preiswertesten Lebensmitteln war im Februar in Wien um ein Viertel (24,6 Prozent) teurer als in Berlin. Kostete der Einkaufskorb in Wien 94,75 Euro, mussten Berlinerinnen und Berliner dafür 76,05 Euro zahlen. „Das ist besonders schlimm für jene Menschen, die ohnehin wenig haben und jeden Euro zweimal umdrehen müssen. Sie greifen eher auf günstige Produkte“, betont Zgubic.

Für einzelne Lebensmittel müssen Konsumenten hierzulande sehr tief ins Geldbörsel greifen. Schwarztee oder Eier etwa kosten in Wien doppelt so viel wie in Berlin, Mehl und Mineralwasser rund um die Hälfte mehr. Feinkristallzucker ist um mehr als ein Drittel teurer.

Während der Einkaufskorb in Wien im Jahresvergleich um acht Prozent (7,10 Euro) teurer wurde, betrug die Teuerung in Berlin rund ein Prozent (0,93 Euro).